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Das Verdauungssystem optimieren, aber wie?
Das Verdauungssystem optimieren, aber wie?

Das Verdauungssystem optimieren, aber wie?

Das Ziel ist ein besserer Körper und eine bessere Gesundheit? Dann ist es wichtig, Ihr Verdauungssystem in Ordnung zu bringen. Man kennt es: das Gefühl, nicht in der Lage zu sein, eine vollständige Mahlzeit zu sich zu nehmen, ohne sich unwohl zu fühlen. Das Völlegefühl nach einer Mahlzeit. Generelles Rumoren im Magen-Darm-Trakt und die Folge daraus: Blähungen und Darmprobleme.

Verdauungsprobleme reichen von Blähungen, Krämpfen, Verdauungsstörungen bis hin zu Verstopfung und Durchfall, wobei mehrere dieser Symptome gleichzeitig auftreten können und die Lebensqualität merklich senken.

Wodurch entstehen Verdauungsprobleme?

Es kann sich dabei um milde, anhaltende Symptome handeln, aber auch um Beschwerden, die das tägliche Leben stark beeinträchtigen. Leider leiden viele Menschen jahrelang unter diesen Symptomen und haben mitunter erhebliche Beschwerden. Solange die Auslöser nicht identifiziert und die Ursachen nicht behoben sind, kann es schwierig sein, einen Plan aufzustellen, der die Probleme merklich lindert. Wenn die zugrundeliegenden Auslöser nicht identifiziert wurden, die Symptome anhalten und keine Ursache bekannt ist, diagnostizieren Ärzte bei den Patienten den Überbegriff „Reizdarmsyndrom“, eine funktionelle Darmerkrankung. Schätzungen zufolge leiden etwa 17 % der deutschen Bevölkerung unter dem Reizdarmsyndrom und für viele kann die Erkrankung die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Der Erfahrung nach kann das Reizdarmsyndrom jedoch in den meisten Fällen durch Ernährungs- und Lebensstilmaßnahmen behoben werden. Verschiedene Studien haben einen Zusammenhang zwischen dem Reizdarmsyndrom und einer übermäßigen Vermehrung von Bakterien im Dünndarm nachgewiesen.

Wie können wir also ein kaputtes Verdauungssystem in Ordnung bringen?

Es gibt 4 Schritte, um das Ungleichgewicht im Magen-Darm-Trakt zu beheben. Der erste besteht darin, gewisse Lebensmittel aus der eigenen Ernährung zu streichen.

Bei Unsicherheiten bezüglich der körperlichen Reaktion auf einige Lebensmittel, kann es nützlich sein, eine Eliminationsdiät zu beginnen. Das bedeutet, dass man die folgenden Lebensmittel und Getränke 30 Tage lang meiden und sie dann einzeln wieder in Ihren Speiseplan aufnehmen sollte. Daraufhin sollte beobachtet werden, ob man in den folgenden zwei Tagen Unterschiede feststellen kann. Dieser Schritt wird am besten unter professioneller Anleitung durchgeführt.

Lebensmittel, auf die man probehalber verzichten sollte:

  • Glutenhaltige Getreidesorten (Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste und Hafer)
  • Molkereiprodukte
  • Zucker (weißer und brauner Zucker, Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft …)
  • Koffein
  • Stärkehaltige Kohlenhydrate (z. B. Reis, Kartoffeln und Kürbisse)
  • Hülsenfrüchte
  • Alkohol

Ein privater Stuhltest kann dabei helfen, festzustellen, ob es Probleme mit der Verdauung und Absorption gibt. Diese Probleme können sich in Form von Magen-Darm-Beschwerden äußern, und der Test kann Aufschluss darüber geben, ob ein Ungleichgewicht zwischen nützlichen und pathogenen Bakterien, ein übermäßiges Wachstum von Hefepilzen oder eine parasitäre Infektion vorliegt. Andere Symptome einer Überbesiedelung mit „schlechten“ Bakterien oder Hefepilzen sind Hauterkrankungen (Hautausschlag, rote, juckende, trockene Stellen), ein „benebeltes“ Gehirn, schlechte Stimmung oder Energie und ein schwaches Immunsystem. Auch kann überprüft werden, ob eine Überzahl von Bakterien im Dünndarm vorliegt. Die häufigsten Symptome dabei sind Blähungen kurz nach einer Mahlzeit sowie Verstopfung oder lockerer Stuhlgang. Mit Hilfe von Tests lässt sich genau feststellen, wer der Übeltäter ist, der dann gezielt bekämpft werden kann, oft mit Nahrungsergänzungsmitteln, die gegen die betreffenden Bakterien, Hefen oder Parasiten gerichtet sind.

Der nächste Schritt heißt „Ersetzen“

Ein niedriger Gehalt an Magensäure oder Verdauungsenzymen (die von der Bauchspeicheldrüse produziert werden) kann vermutet oder durch Tests festgestellt werden. Wenn dies der Fall ist, können diese Faktoren, die für eine optimale Verdauung entscheidend sind, durch Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel ersetzt werden. Eine schlechte Verdauung kann zu Völlegefühl, trägem Stuhlgang, Blähungen, Reflux und Verdauungsstörungen führen. Apfelessig kann etwa die Verdauung unterstützen. Man kann ausprobieren, einen Esslöffel vor den Mahlzeiten einzunehmen. Man kann es auch mit einem hochwertigen Nahrungsergänzungsmittel für Verdauungsenzyme versuchen, das man unmittelbar vor den Mahlzeiten einnimmt. Bittere Lebensmittel wie Rucola, Artischocken, Blumenkohl und Spargel können die Verdauung ebenfalls unterstützen.

Dann folgt der Aufbau

Die Aufbau-Phase ist wie eine Düngergabe an den Boden. Nicht nur die Qualität des Bodens verbessert sich, sondern auch alles, was in ihm wächst. Die erneute „Düngung“ des Magen-Darm-Trakts mit nützlichen Bakterien durch Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel kann zur Verbesserung von Verdauung und zur Linderung von Reflux, Blähungen, Verstopfung und Durchfall beitragen. Und die Vorteile reichen weit über das Verdauungssystem hinaus: Immunfunktion, Stimmung, Fettabbau, Energie und Hautgesundheit können ebenfalls verbessert werden. Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi und Kefir liefern nützliche Bakterien – man sollte versuchen, täglich etwa einen Esslöffel davon zu sich zu nehmen.

Zuletzt dann die Reparatur der Schäden

Wenn die schlechten Lebensmittel entfernt wurden, durch gesunde Lebensmittel ersetzt und die Darmfauna wieder aufgebaut wurde, besteht die letzte Phase in der Reparatur des Magen-Darm-Systems. Monatelanger oder sogar jahrelanger Missbrauch durch falsche Lebensmittelauswahl, viel Koffein, viel Alkohol, Antibiotika, andere Medikamente, starker Stress oder Essen auf der Flucht können das Verdauungssystem stark belasten. Selbst einmalige Vorfälle wie eine Lebensmittelvergiftung können langfristige Schäden verursachen. Viele Nährstoffe können die Zellen des Verdauungstrakts unterstützen und helfen, eventuelle Schäden zu reparieren. Zink, Vitamin A, Vitamin D, Aloe vera, Ulme, Glutamin und N-Acetylglucosamin sind nur einige der Nährstoffe, die helfen können. Kohlsäfte und Knochenbrühen sind voll von nützlichen Nährstoffen und können zu einem sehr gesunden Verdauungssystem beitragen. Damit dürfte der gesunden Ernährung nichts mehr im Wege stehen. Man sollte sich nicht für seine Ernährung schämen, viele Personen im Westen der Welt leben von hochindustriell hergestellten, abgefertigten Nahrungsmitteln und leiden unter den Folgen dieser Lebensweise. Doch man muss sich nicht sein Leben lang damit herumquälen, denn schon mit ein paar einfachen Änderungen können merkliche Verbesserungen festgestellt werden. Damit wünsche ich noch einen guten Hunger!

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